Bailongball Formen – ein Beispiel, Teil 5

In dieser Blog-Serie führen wir Dich in die BaillongBall Formen ein. Nachdem wir bereits Serien zu den Disziplinen Multiplay und Freestyle gestartet haben, möchten wir mit der Disziplin Form Dein Bild zu diesem Sport vervollständigen. Diese Serie unterteilt dafür eine Form in verschiedene Abschnitte, die jeweils so um die zwei Elemente beinhalten. Am Ende des letzten Teils hast Du dann das komplette Bild zur Form und eignest Dir dabei jede Menge Tipps und Tricks an.

In unserem ersten Teil der Serie erklären wir, was Formen von den anderen BailongBall Disziplinen unterscheidet. Von der Form haben wir dann das einleitende Element, sowie ein zweites Element, „den Spiegel“, vorgestellt. Im zweiten Teil behandeln wir die Elemente drei und vier – die „horizontale Drehung“ und die „Wolkenhände“. Im dritten Teil zeigen wir Dir eine Variante des Richtungswechsels, sowie die „dynamische 8“. In Teil vier lernst Du „den Spiegel mit Ball rauslassen“, sowie die „Regenbogendrehung“ mit jeweiligen Richtungswechseln. Wie in den ersten vier Teilen, werden wir auch diesmal wieder zwei Elemente vorstellen. Auch dieses Mal beginnen wir genau an der Stelle, bei der wir im letzten Teil aufgehört haben.

Nach dem Ende des letzten Teils, der „Regenbogendrehung“, starten wir in diesem Teil mit der „Diagonalen Drehung“. Diese wird mit einer einleitenden „dynamischen 8“ zunächst nach rechts ausgeführt. Das Ende der Diagonalen wird in einer 180° Drehung abgeschlossen, mit dem Racket horizontal auf Augenhöhe. Am Ende der Drehung wird dieselbe Kombination nach links ausgeführt. Danach folgt eine „Horizontale Drehung“, mit dem Racket nach unten zeigend – zunächst wieder in die eine und dann in die andere Richtung.

Noch einmal die Komponenten kurz zusammengefasst:

  • Diagonale Drehung mit einleitender dynamischen 8 und abschließender180° Drehung zu beiden Seiten
  • Horizontale Drehung mit dem Racket nach unten zeigend zu beiden Seiten

Und hier im Detail:

„Diagonale Drehung“

Von links nach rechts

Von rechts nach links in Zeitlupe

Ein paar Tipps zur diagonalen Drehung:

  • Bei der einleitenden „dynamischen 8“ handelt es sich um die „umgekehrte“ Variante – die 8 wird also von oben nach unten eingeleitet
  • Am Ende der 8 befinden sich Deine Arme in entgegengesetzter Richtung – der Racket-Arm zeigt nach unten, während der freie Arm nach oben zeigt
  • Bei der Ausführung der Diagonalen befinden sich beide Arme immer genau entgegengesetzt – Stelle Dir Deine Arme wie einen Besenstil vor, den Du hinter dem Kopf auf Deine Schultern legst: senkst Du die eine Seite des Stils, erhöht sich die Andere und umgekehrt
  • Für die Diagonale führst Du mit Deinen Füßen vier Drehungen auf der Stelle aus:
    1. Der hintere Fuß (im Video oben der Linke) dreht sich vor den Vorderen um ca. 270°
    2. Der andere Fuß (im Video oben der Rechte) passt sich der Richtung mit einer 180° Drehung an
    3. Der eine Fuß (im Video oben der Linke) führt eine weitere Drehung um 90° aus
    4. Der andere Fuß (im Video oben der Rechte) öffnet sich um 180° und geht dabei einen Schritt nach vorne
  • Zum Abschluss der Diagonalen führst Du das Racket nicht nach ganz unten, sondern senkst es auf Augenhöhe
  • Schaue bei der abschließenden 180° Drehung dabei das Racket an, als wolltest Du in einen Spiegel schauen
  • Für die abschließende Drehung pivotierst Du dabei auf einem Fuß, um den anderen Fuß „nach hinten zu strecken“

„Horizontale Drehung – Racket nach unten zeigend“

Von links nach rechts

Von rechts nach links in Zeitlupe

Ein paar Tipps zu diesem Element:

  • Damit der Ball im Racket bleibt:
    • Bleibe immer in Bewegung, um die Zentrifugalkraft ausnutzen zu können
    • Deine Arme bleiben stets ausgestreckt – jedoch nicht durchgestreckt!
    • Lass die Schultern dabei locker hängen
  • Sollte es Dir anfangs schwer fallen, den Ball im Racket zu halten, probiere die Drehung ohne Racket:
    • Lege zunächst den Ball auf die Innenseite Deiner vier Finger (Daumen wird nicht verwendet)
    • Beuge Deine Finger dabei wie ein Körbchen, um den Ball Halt zu verleihen
    • Der Ball soll dabei den Handballen nicht berühren
    • Führe Deine Arme hoch und winkle Deine Hände dabei an – je mehr Du den Hände anwinkelst, desto sicherer liegt der Ball in der Hand
    • Nun drehe Dich um die eigene Achse – langsam und mit gleichbleibender Geschwindigkeit
    • Drehe zum üben am besten nur einmal in eine Richtung und dann einmal in die andere Richtung (mehrfache Drehungen in die selbe Richtung führen bei den meisten schnell zu Schwindel)
    • Je sicherer Du wirst mit der Bewegung, desto mehr versuche die Finger zu begradigen und wenn erfolgreich, auch den Winkel der abgeklappten Hände zu verringern
    • Ruhe und Geduld sind Deine besten Freunde bei dieser Übung – bleib am Ball
  • Führe die Bewegung langsam durch – damit behältst Du die volle Körperkontrolle während der Rotation und betonst gleichzeitig die graziöse Kreisbewegung
  • Halte Deinen Körperschwerpunkt genau über dem Fuß, auf dem Du gerade drehst, damit Du „nicht aus der Kurve fliegst“
  • Am Ende der Drehung befindet sich der „Racket-Arm“ genau hinter Dir und der freie Arm genau vor Dir
  • Damit der Ball am Ende der Drehung auf dem Racket bleibt, fange den Schwung mit einem Drehen des Handgelenks ab. Das Racket dreht sich damit für einen kurzen Moment um 90° „vor den Ball“ und verhindert dadurch, dass der Schwung den Ball aus dem Racket lässt

Alle Elemente dieses Teils in einem

Hier noch einmal die Elemente in ihrer Sequenz und Originalgeschwindigkeit:

Im letzten Teil unserer Serie stellen wir die „statische 8“ und eine Kombination von kürzeren Elementen, die den Schluss der Form bilden, vor.

Wie immer, hierzu ein kleiner Vorgeschmack:

Noch ein Teil und die Form ist komplett – bleib dran 🙂

Olga Ardasheva
BailongBall Instructor

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